Energiesparkurse

 

   

 

Spritspar-Tipps als Hauptgewinn

von Alexander Füten am 7. Dezember 2008 14:40 Uhr

INNENSTADT Das Geld liegt auf der Straße - das gilt vor allem beim Autofahren. Wie man auf 100 Kilometer satte 1,5 Liter Sprit sparen kann, erfuhren interessierte Passanten am Samstag auf der Bahnhofstraße.

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Beim Drehen des Glücksrades gab es ein kostenloses Fahrtraining zu gewinnen.

Foto: Füten

Der Kirchenkreis Hattingen/Witten klärte am Welt-Klima-Tag mit einem Infostand zum Thema "Sprit sparen" auf - und ließ sich eine tolle Idee einfallen. Gemeinsam mit Manfred Schäfer und seinen Mitarbeitern von der Fahrschule Schäfer konnten die Passanten an einem Glücksrad ein kostenloses Fahrtraining gewinnen.

Kleine Kniffe reichen schon

"Wir fahren mit den Gewinnern eine bestimmte Strecke ab. Erst fahren sie so wie immer, danach fahren sie die gleiche Strecke mit einigen Anweisungen, durch die man Sprit sparen kann", erklärt Manfred Schäfer. So könne der Verbrauch schon durch kleine Kniffe merklich reduziert werden.

Früh schalten spart Sprit

Dazu zählen das möglichst frühe Hochschalten, vor einer roten Ampel früh ausrollen zu lassen und die Motorbremse zu nutzen sowie unnötige Last im Auto zu vermeiden. "Die Autofahrer, die bereits mitgemacht haben, konnten es kaum glauben. Aber sie haben auf einer acht Kilometer langen Strecke im Schnitt 1,3 Liter Benzin gespart", sagte Fahrlehrer Manfred Schäfer und verriet noch weitere Möglichkeiten, Treibstoff einzusparen. "Den Luftdruck ruhig etwas höher setzen, Gepäckträger, die nicht benötigt werden, entfernen und ruhig direkt vom ersten in den dritten Gang schalten."

Aktion ein voller Erfolg

Eine Passantin war sogar so sehr begeistert, dass sie noch weitere Fahrstunden nehmen wollte. "Vor allem das hautnahe Erlebnis, wie viel Sprit auf der Straße liegen bleibt, rüttelt die Menschen doch wach", sagte deshalb Manfred Schäfer. Auch Hans-Jürgen Heine vom Kirchenkreis Hattingen/Witten war begeistert von der Aktion. "So sehen die Menschen, wie sie selbst etwas für das Klima und für den eigenen Geldbeutel tun können." Denn so schwer ist das gar nicht. 


                             



   Umweltplakette
Verkehrszeichen 270.1 mit Zusatzzeichen
   
  Besonders feinstaubgefährdete Gebiete werden durch das Verkehrszeichen „Umweltzone“ gekennzeichnet. Unter dem Zeichen werden auf einem Zusatzzeichen die Umweltplaketten angezeigt, mit denen ein Fahrzeug gekennzeichnet sein muss, damit es diesen Bereich durchfahren darf. Eine grüne Plakette kennzeichnet Fahrzeuge mit den niedrigsten Schadstoffemissionen. Fahrzeuge ohne Umweltplakette dürfen keine Umweltzone durchfahren.

 

Kommunen und Städte erlassen zur Verbesserung der Luftqualität in besonders feinstaubgefährdeten Zonen wie Innenstädten, einigen Bundesstraßen oder Verkehrsknotenpunkten Verkehrsverbote. Informationen zu den Umweltzonen finden Sie beim  Umweltbundesamt.

Das Durchfahren einer Umweltzone ohne Plakette ist auch dann nicht erlaubt, wenn das Fahrzeug die Voraussetzungen zur Zuteilung der erforderlichen Umweltplakette erfüllt.


 


Auch im Ausland zugelassene Fahrzeuge benötigen zum Durchfahren einer Umweltzone grundsätzlich eine Umweltplakette. Weitere Informationen über die Behandlung ausländischer Fahrzeuge finden Sie beim Bundesministerium für Umwelt und Verkehr.


 

 

 

 
             Kraftstoff sparen, aber wie? 


                  
  Die Automobilindustrie forscht ständig nach neuen Technologien für Kraftfahrzeuge.
 

Durch intelligente Einspritzsysteme, neue Antriebsarten und weitere Innovationen konnte der durchschnittliche Verbrauch erheblich gesenkt werden. Doch jeder Autofahrer kann auch über eine angemessene fahrweise Sprit sparen. TÜV NORD Mobilität hat zehn Tipps zum Energiesparen für Autofahrer zusammengestellt, so werden Geldbeutel und Umwelt geschont.

 

Tipp 1: Beim Autokauf nicht nur auf das Äußere oder auf die Motorstärke achten, sondern auch auf den Kraftstoffverbrauch. Lärm-Emission, hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl und die Recyclingfähigkeit des Fahrzeugs sind weitere wichtige Punkte.

Tipp 2: Viel Kraftstoff lässt sich sparen, wenn man Kurzstrecken vermeidet; kurze Strecken verbrauchen überproportional viel Sprit, erst wenn der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat, sinkt der Wert auf Normalniveau.

 

Tipp 3: Motor aus bei längerem Stopp - so lohnt es sich beispielsweise, bei einem Halt von 20 Sekunden Dauer vor einer Ampel den Motor auszuschalten. Und: Warmlaufenlassen des Motors im Stand verschleißt den Motor, trägt zu mehr Schadstoffen in der Luft und zur Lärmbelastung bei.

Tipp 4: Wer gleichmäßig und vorausschauend fährt, spart Kraftstoff und schont sein Fahrzeug. Anfahren und Beschleunigen verbrauchen mehr Kraftstoff als eine Fahrt mit konstanter Geschwindigkeit.

Tipp 5: Wer früh schaltet, spart Energie: Schon bei Erreichen des maximalen Drehmoments (angegeben im Prospekt oder in der Betriebsanleitung) sollte man hochschalten. Das Ausfahren der Gänge kostet unnötig Kraftstoff und belastet die Umwelt durch erhöhten Schadstoffausstoß und Lärm-Emissionen. Faustregel: Im ersten Gang nur eine Wagenlänge anfahren; mit vielen Fahrzeugen kann man bereits ab 40 km/h problemlos im vierten Gang fahren - zum Beschleunigen aber sollte man wieder zurückschalten. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h verbraucht ein Mittelklassewagen durchschnittlich drei Liter weniger, wenn er im vierten statt im zweiten Gang gefahren wird.

Tipp 6: Um den Verbrauch und die Abgasemissionen niedrig zu halten, ist eine regelmäßige Kontrolle der Motoreinstellungen beispielsweise im Rahmen einer Inspektion unerlässlich. Wer Luftfilter und Zündkerzen regelmäßig auswechselt, spart Kraftstoff - und letztlich Geld; obwohl die Teile und der Einbau etwas kosten, macht sich der Tausch dennoch bezahlt. Verschmutzte Luftfilter und verbrauchte Zündkerzen erhöhen den Verbrauch.

Tipp 7: Ein Dachgepäckträger gehört nur dann aufs Autodach, wenn man etwas transportieren will; er wirkt als zusätzlicher Luftwiderstand und lässt das Fahrzeug mehr Sprit verbrauchen. Bei einer Geschwindigkeit von 100 bis 120 km/h kann sich der Verbrauch um zwölf Prozent gegenüber einer Fahrt mit gleicher Geschwindigkeit ohne Dachgepäckträger erhöhen. Auch Ballast im Kofferraum sollte übrigens nie unnötig mitfahren.

Tipp 8: Der richtige Reifendruck ist für den Spritverbrauch mitentscheidend: Bereits ein halbes "bar" zu wenig erhöht den Kraftstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent. Abgesehen davon sinkt die Lebensdauer der Reifen, die Fahrsicherheit beim Bremsen nimmt ab. Einen geringeren Rollwiderstand leisten die Reifen, wenn sie mit 0,2 bar mehr als vom Hersteller empfohlen gefahren werden. Den Reifendruck sollte man immer mit kalten Reifen prüfen. Übrigens verbrauchen auch abgefahrene Reifen mehr Kraftstoff. Wer neue Reifen braucht, sollte zu Energiesparreifen greifen: Sie reduzieren so den Rollwiderstand um bis zu 20 Prozent - und damit auch den Kraftstoffverbrauch.

Tipp 9: Kontrollieren Sie den Kraftstoff- und Ölverbrauch nach jedem Tanken; die Kontrolle funktioniert allerdings nur dann, wenn man volltankt. Nur wer kontrolliert, kann schnell eingreifen, wenn der Verbrauch ohne erkennbaren Grund steigt. Formel: Kilometerstand beim vorigen Volltanken vom Kilometerstand des letzten Volltankens abziehen. Die Differenz ist die gefahrene Strecke. Die Menge des getankten Kraftstoffs mit hundert multiplizieren und durch die Strecke teilen. Als Ergebnis erhält man den Verbrauch in Litern.

Tipp 10: Viele ältere Autos werden durch den Einbau eines Kaltlaufreglers oder Nachrüst-Katalysators Schadstoff ärmer. Vorteil: Die Umwelt wird geschont und der Autofahrer wird belohnt: Umgerüstete Fahrzeuge lassen sich günstiger versteuern. Ob sich ein Fahrzeug umrüsten lässt, erfahren Autofahrer an jeder TÜV-STATION.

 

 

                  
 
                                   

                                        
 

 
                                                                                 

    
 
 
 

 

 
 
  
   
 
 
 
     
                  
 
 
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